brieftauben-markt: „Woher kommen diese Tauben, welche seit Jahren diese aussergewöhnlichen Leistungen fliegen ?“
Patrick gibt gerne darüber Auskunft: „Der heutige Stamm geht auf folgende Ausgangslinien zurück:
Schroeven & Zoon uit Waanrode ( Onkel von Ehefrau Sonja)
Patricia Verhaegen aus Aarschot
Benny Willems aus Bekkevoort (Rasse Vos – Jennes)
Willy Everaert aus Asse (Rasse Soontjens)
Guisson – Van Brabant aus Kuringen
Geerinck Danny aus Zolder
Nico Schepers aus Tienen.
Medart Marc aus St-Truiden
Besonders die roten Tauben beweisen Ihre Vererbungskraft seit nunmehr Generationen. Besonders möchte ich den roten Vogel „613“ hervorheben, den man als Stammvogel bezeichnen kann.“
Der Stammvogel: 2439613-98-B
brieftauben-markt: „Da wir uns gerade am Anfang der Kurzstreckensaison, Anfang April befinden . Wie werden die Tauben vorbereitet ?“
Patrick Lismont: „Alle Tauben werden bei mir Anfang Dezember gepaart , Zucht- und Reisetauben. Alle Reisetauben züchten eine Runde Junge und werden dann getrennt. Ab da gibt es ausschliesslich Gerste in den Zellennäpfchen. Leicht müssen sie sein.“ erzählt uns Patrick.
Davon konnten wir uns überzeugen.
„Seit Anfang März fliegen die Tauben am Haus. Dem Trainingseifer steht die knappe Gerstefütterung nicht im Wege. Im Gegenteil. Eine Stunde sind sie mindestens in der Luft, eine gute Vorbereitung für die Flüge“, so Patrick.
brieftauben-markt:. „Und die medizinische Vorbereitung ?“
Auch hier gibt Patrick offen Auskunft: „Gerade habe ich meine jährliche Salmonellenkur abgeschlossen. Dieses Jahr habe ich das Produkt „Endotrim“ verwendet, das ich auf Rezept bei meinem Apotheker bekommen habe. Gleichzeitig habe ich eine Trichmonadenbehandlung mit einem Ronidazol-Produkt durchgeführt.“
brieftauben-markt: „Und während der nun anstehenden Wettflüge ? Wie sieht da Dein Versorgungskonzept aus ?“
Patrick Lismont: „Wir haben in der Regel den Preisflug am Sonntag. Bei der Heimkehr sind immer Elekrolyte mit dem Produkt "ReForce" von Tierarzt Rudi Hendrikx und das Produkt "Avipharm" von Röhnfried gemeinsam im Wasser.
Montags und Dienstags gibt es Tee aus der Apotheke immer versetzt mit Jod und Traubenzucker.
Am Mittwoch und Donnerstag gebe ich das Produkt „Konditie Tonic“ von Tierarzt Rudi Hendrikx.
Freitags gebe ich schon seit vielen Jahren „Blitzform“ von Röhnfried. Auf dieses Produkt schwöre ich schon seit vielen Jahren, denn die Tiere bekommen einen nochmaligen positiven Schub.
Samstag ist bei uns Einsatztag und die Tiere bekommen selbstverständlich klares Wasser.“
brieftauben-markt: “Welches Fütterungsschema wendest Du bei deinen Reisetauben an ?“
Patrick Lismont: „Auch während der Reisesaison wird bei mir Zellenfütterung angewendet. Ich bevorzuge die „Casaert Mischung“ von Vanrobays gemischt mit „Superflight Spezial“. Von dieser Mischung erhält jede Taube einen Esslöffel morgens und abends bis einschliesslich Donnerstag. Am Freitag und Samstag, also auch am Einsatztag erhalten die Tauben vollen Trog. Ich stelle jedoch fest, dass die Tauben, nachdem sie bereits Freitags vollen Trog hatten, Samstag kaum noch fressen. So muss es sein.“
brieftauben-markt: „Gehst Du auch während der laufenden Reisesaison zum Tierarzt ?“
Patrick Lismont: „Nein das nicht. Ich gehe 3 x pro Jahr zu Kontrolluntersuchungen zum Tierarzt. 1 x vor der Zuchtsaison und je einmal vor der Reisesaison der Alttauben und Jungtauben. Da ich während der Saison insbesondere gegen Trichmonaden behandele muss ich nicht zum Tierarzt. Die alten Reisetauben werden 2 bis 3 mal während der Saison mit „Spartrix“ behandelt und die Jungtauben alle 3 Wochen.“
brieftauben-markt: „Stichwort Jungtauben. Werden bei Dir die Jungtauben verdunkelt ?“
Patrick Lismont: „Selbstverständlich. Die erste Zucht wird von Anfang März bis Ende Mai verdunkelt. Die zweite Zucht verdunkele ich ab dem Absetzen. Dieses System erlaubt mir, die Jungen bis August auf Witwerschaft und bis Mitte September dann auf Nest zu spielen.“
brieftauben-markt: „Hast Du auch Last mit der Jungtaubenkrankheit ?“
Patrick Lismont: „Ja leider. Jedoch habe ich mit den Produkten „Nifuramycin“ von Röhnfried und dem Produkt „Terraprim“ gute Behandlungsmöglichkeiten gefunden, um schnell die Jungtaubenkrankheit in den Griff zu bekommen.“
brieftauben-markt: „Patrick, Du bist ohne Zweifel ein König der Kurzstrecke. Was ist für Dich eine Herausforderung für die Zukunft ?“
Patrick Lismont: „Stillstand ist Rückgang. Also versuche ich meine Leistungen auf der Kurzstrecke noch zu verbessern. Mein neues Ziel heisst jedoch Mittelstrecke. Konkret bedeutet dies, dass ich in diesem Jahr 2009 neben meinen Kurzstreckenflügen auch mit einer separaten Mannschaft die Mittelstreckenflüge bestreiten werde. Eine separate Mannschaft, nicht weil ich glaube, dass ich andere Tauben dafür brauche, sondern dass man die Versorgung anders gestalten muss.
So spiele ich meine Kurzsteckentauben auf 18 Flügen jede Woche. Meine Mittelstreckentauben, welche allesamt Geschwister meiner TOP-Tauben sind, spiele ich mit Zielsetzung auf die Provinzialflüge bis 500km. Der erste Test im letzten Jahr lief im Übrigen sehr gut.
Auch werde ich in diesem Jahr zum ersten Mal mit Weibchen spielen.
Also eine Menge von neuen Herausforderungen ! Ich stelle mich gerne neuen, grossen Konkurrrenzen.“
brieftauben-markt: „Wir sind sicher, auch da werden Deine Tauben ihre Klasse beweisen. Von uns jedenfalls viel Glück dafür und viel Erfolg !“